Das Wichtigste in Kürze
Zu den wichtigsten Bauten Düsseldorfs zählen das Wilhelm-Marx-Haus (1924, eines der ersten Hochhäuser Deutschlands), das Dreischeibenhaus (1960), das Schauspielhaus von Bernhard Pfau, der Rheinturm (1981), das Stadttor (1998), der Neue Zollhof von Frank Gehry (1999) im Medienhafen, der Kö-Bogen von Daniel Libeskind (2013) und der Kö-Bogen II von Christoph Ingenhoven mit Europas größter Grünfassade (2020). Zusammen erzählen sie hundert Jahre Stadtgeschichte – und prägen die Nachfrage in Carlstadt, Hofgarten-Umfeld, Unterbilk und Medienhafen.
Die Route in drei Kapiteln
Düsseldorf lässt sich architektonisch gut zu Fuß erleben. Die folgende Route beginnt in der Innenstadt, führt über den Hofgarten und endet am Medienhafen. Sie ist in etwa drei Stunden machbar – mit Pausen.
Kapitel 1: Aufbruch und Wiederaufbau
Das Wilhelm-Marx-Haus von Wilhelm Kreis (1924) war eines der ersten Hochhäuser Deutschlands und steht für den Ehrgeiz der Zwischenkriegszeit. Nur wenige Minuten entfernt markiert das Dreischeibenhaus (1960) den Neuanfang der Nachkriegsmoderne – bis heute eines der elegantesten Hochhäuser des Landes.
Direkt daneben setzt das Schauspielhaus von Bernhard Pfau (1970) mit seiner geschwungenen weißen Fassade einen Kontrapunkt – heute gerahmt von der Grünfassade des Kö-Bogen II.
- Wilhelm-Marx-Haus (1924) – Backstein-Expressionismus, Heinrich-Heine-Allee.
- Dreischeibenhaus (1960) – Nachkriegsmoderne am Hofgarten.
- Schauspielhaus (1970) – Bernhard Pfau, Gustaf-Gründgens-Platz.
- Tonhalle – ehemaliges Planetarium (1926) am Rheinpark Golzheim.
„Gute Architektur im Quartier ist der stillste Wertfaktor einer Wohnlage. Sie zieht Menschen an, die bleiben.“
Kapitel 2: Die Stadt am Strom
Mit dem Rheinturm (1981) und dem später gebauten Landtag bekam Düsseldorf eine neue Silhouette am Wasser. Das Stadttor (1998) über dem Rheinufertunnel steht für die Entscheidung, den Verkehr unter die Erde zu legen und die Promenade den Menschen zurückzugeben – eine der folgenreichsten Stadtentscheidungen der jüngeren Geschichte.
- Rheinturm (1981) – Wahrzeichen und Lichtzeitpegel.
- Stadttor (1998) – gläserner Rahmen über dem Rheinufertunnel.
- Rheinuferpromenade – Ergebnis der Tunnellösung der 1990er-Jahre.
Kapitel 3: Medienhafen und neue Innenstadt
Frank Gehrys Neuer Zollhof (1999) machte den Medienhafen international bekannt. Um ihn herum entstand ein Quartier, in dem Büros, Hotels und Wohnungen ehemalige Hafenflächen ersetzen. Zurück in der Innenstadt verbinden der Kö-Bogen von Daniel Libeskind (2013) und der Kö-Bogen II von Christoph Ingenhoven (2020) die Königsallee mit dem Hofgarten.
- Neuer Zollhof (1999) – Frank Gehry, Medienhafen.
- Kö-Bogen (2013) – Daniel Libeskind, Schadowstraße.
- Kö-Bogen II (2020) – Christoph Ingenhoven, Hainbuchenfassade.
Warum Architektur Wohnlagen prägt
Architektonisch starke Quartiere ziehen Käufer an, die Gestaltung schätzen und bereit sind, dafür zu zahlen. In Unterbilk und am Medienhafen, in der Carlstadt und rund um den Hofgarten sehen wir, dass gute Nachbarschaftsarchitektur die Nachfrage stabilisiert – auch in schwächeren Marktphasen.
Wer in diesen Lagen verkauft, sollte das Umfeld bewusst in die Vermarktung einbeziehen: Käufer kaufen nicht nur die Wohnung, sondern auch den Blick auf das, was draußen steht.
Kurz beantwortet
- Welche Gebäude in Düsseldorf sind architektonisch sehenswert?
- Unter anderem das Wilhelm-Marx-Haus, das Dreischeibenhaus, das Schauspielhaus, der Rheinturm, das Stadttor, der Neue Zollhof von Frank Gehry sowie der Kö-Bogen und der Kö-Bogen II.
- Wo stehen die Gehry-Bauten in Düsseldorf?
- Im Medienhafen am Neuen Zollhof, direkt neben dem Rheinturm und dem Landtag.
- Was ist das Besondere am Kö-Bogen II?
- Die Fassade ist mit rund 30.000 Hainbuchen bepflanzt und gilt als eine der größten Grünfassaden Europas.
- Wie lange dauert eine Architektur-Tour durch Düsseldorf?
- Die hier beschriebene Route von der Innenstadt bis zum Medienhafen ist zu Fuß in etwa drei Stunden machbar.
- Beeinflusst Architektur im Umfeld den Immobilienwert?
- Indirekt ja: Architektonisch starke Quartiere ziehen einen stabilen, zahlungsbereiten Käuferkreis an, was Preisniveau und Vermarktungsdauer positiv beeinflusst.






