Das Wichtigste in Kürze
Gerresheim ist ein Stadtteil im Osten Düsseldorfs, der historische Gründerzeit-Substanz, Familienfreundlichkeit und moderne Neubauquartiere verbindet. Der Ortskern um St. Margareta und den Gerricusplatz zeigt Fachwerk, Altbau und gepflegte Einzelhäuser. Das Glasmacherviertel bringt seit 2024 neuen Neubau, Familien und Eigennutzer in den Markt. Preise für Einfamilienhäuser liegen 2026 zwischen 4.500 und 7.500 €/m², großzügige Altbauwohnungen und denkmalgeschützte Reihenhäuser erreichen im oberen Bereich 10.000 €/m². Die S-Bahn-Anbindung S8/S28 und der Regionalbahnhof bringt den Hauptbahnhof in neun Minuten. Gerresheim ist damit für Eigentümer und Käufer gleichermaßen attraktiv, wenn man Substanz, Schulen und Wohnfläche gegenüber Innenstadtnähe gewichtet.
Gründerzeit als Stadtteil-DNA
Die Gerresheimer Gründerzeit ist kein musealer Rest, sondern ein lebendiger Bauteil. Entlang der Heyestraße, der Gerresheimer Wallstraße und der angrenzenden Seitenstraßen stehen Reihen bürgerlicher Stadthäuser aus den 1890er- bis 1920er-Jahren, deren Stuckfassaden, Kastenfenster und hohe Eingangstüren noch weitgehend im Original erhalten sind.
Was diese Häuser wertvoll macht, ist die Durchgängigkeit. Anders als in anderen Stadtteilen, wo Gründerzeitfragmente zwischen Nachkriegs- und Neubau zerstückelt werden, bildet Gerresheim ein fast geschlossenes Ensemble. Für Eigentümer bedeutet das: Der Substanzwert trägt – auch wenn das Grundstück nicht die größte ist.
Ortskern, Basilika und das Gerricusplatz-Ensemble
Das Herz von Gerresheim ist der historische Ortskern mit der Basilika St. Margareta und dem Gerricusplatz. Hier ist Düsseldorf noch dörflich geprägt: gepflasterte Wege, kleine Geschäfte, Cafés und ein Wochenmarkt, der nicht für Touristen, sondern für die Nachbarschaft stattfindet.
Die Immobilien im unmittelbaren Kern sind selten. Wo Fachwerk- und Altbauhäuser auf den Markt kommen, verändern sie sich nicht schnell – die Eigentümerstruktur ist stabil, die Nachfrage konstant. Das ist für Käufer ein Signal: Hier erwirbt man nicht Spekulation, sondern Wohnrecht.
„Gerresheim ist kein Ausweichquartier. Es ist eine bewusste Entscheidung für Substanz, Raum und Stadtteil, der noch atmet.“
Das Glasmacherviertel: Gerresheim wächst nach innen
Das größte aktuelle Entwicklungsprojekt im Stadtteil ist das Glasmacherviertel, ein Konversionsareal zwischen den historischen Glaswerken und dem Ortskern. Es bringt hochwertigen Neubau in gemischter Nutzung, öffentliche Freiräume, Gewerbe und vor allem Familien zurück in die Mitte des Stadtteils.
Für Eigentümer im Bestand hat das zwei Seiten. Einerseits entsteht mit dem Neubau ein neuer Preisanker, der gut sanierte Altbauwohnungen und Einzelhäuser im Umfeld positiv beeinflusst. Andererseits steigt der Wettbewerb um Aufmerksamkeit: Ein Objekt ohne aktuelle Energiebilanz, ohne aufbereitete Dokumentation oder ohne klare Positionierung verliert gegen das schlüssige Neubau-Narrativ.
Wohnformen und Käufergruppen
Gerresheim bedient heute drei Hauptnachfragen, die sich nur selten überschneiden. Wer diese unterscheiden kann, verkauft oder sucht gezielter.
- Gründerzeit-Altbau: Käufer sind Kultur- und Substanzaffine, Rückkehrer und Paare ohne Schulkind-Zwang. Sie suchen hohe Räume, Originaldetails und eine ruhige Straße.
- Einfamilien- und Doppelhäuser der 1950er–1990er: Familien aus dem Umland und aus teureren Düsseldorfer Stadtteilen, die Grundstück und Schulen priorisieren.
- Neubau im Glasmacherviertel: Junge Eigennutzer, Doppelverdiener und Düsseldorfer, die auf Innenstadtnähe verzichten, aber Qualität und Energieeffizienz wollen.
Infrastruktur, Schulen und Alltag
Gerresheim ist im Alltag einfach gut organisiert. S-Bahn S8/S28 und der Regionalbahnhof Gerresheim bringen den Hauptbahnhof in neun Minuten, die A3 und A46 sind nah, und das Schulangebot ist mit Gymnasium Gerresheim, Marie-Curie-Gymnasium und mehreren Grundschulen dicht.
Die Freiraumqualität ist für einen Stadtteil in Düsseldorfer Nähe außergewöhnlich: Gerresheimer Wald, Hofgarten, Naherholungsgebiete und der angrenzende Grafenberger Wald. Für Familien, die aus der Stadt kommen, aber nicht ins Umland ziehen wollen, ist das oft das entscheidende Argument.
Preise, Vermarktung und Wertbestand
2026 liegen die Quadratmeterpreise für Häuser in Gerresheim zwischen 4.500 und 7.500 €, je nach Lage, Grundstück und Zustand. Denkmalgeschützte Gründerzeit-Objekte und großzügige Altbauwohnungen im Kern erreichen im Spitzenbereich 10.000 €/m². Neubau im Glasmacherviertel positioniert sich je nach Ausstattung oberhalb der Bestandslinie.
Die Vermarktung im Bestand sollte Substanz und Lagegeschichte betonen. Energieeffizienzklassen A bis C erzielen in Gerresheim spürbar höhere Preise, weil der Neubau im Glasmacherviertel als direkter Vergleich dient. Wer verkauft, sollte also nicht nur das Haus zeigen, sondern die Lage lesbar machen: Grundstück, Ruhe, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel und Grünraum.
Kurz beantwortet
- Ist Gerresheim eine gute Lage für Eigentum?
- Ja. Gerresheim verbindet historische Substanz, familienfreundliche Infrastruktur, gute Schulen und schnelle Anbindung an die Düsseldorfer Innenstadt. Für Eigennutzer, die Wohnfläche, Grün und Stadtteil-Charakter schätzen, ist es eine der besten Lagen im Osten der Stadt.
- Wie viel kostet ein Haus in Gerresheim?
- 2026 liegen die Quadratmeterpreise für Einfamilienhäuser in Gerresheim zwischen 4.500 und 7.500 Euro. Denkmalgeschützte Gründerzeit-Objekte, großzügige Altbauwohnungen und besondere Lagen können im Spitzenbereich 10.000 Euro pro Quadratmeter erreichen.
- Was ist das Glasmacherviertel in Gerresheim?
- Das Glasmacherviertel ist ein großes Neubauprojekt im historischen Ortskern von Gerresheim. Auf einem ehemaligen Industrieareal entstehen Wohnungen, öffentliche Freiräume und Gewerbe, die den Stadtteil verbinden und gleichzeitig neue Preisanker im Markt setzen.
- Wie lange dauert der Hausverkauf in Gerresheim?
- In Gerresheim dauert ein Hausverkauf je nach Objekttyp und Preisstrategie durchschnittlich 10 bis 16 Wochen. Gut vorbereitete Objekte mit aktueller Energieausweisung, klaren Unterlagen und professioneller Vermarktung verkaufen sich tendenziell deutlich schneller.
- Lohnt sich eine Sanierung vor dem Verkauf in Gerresheim?
- Eine Sanierung lohnt sich dann, wenn sie den Energieeffizienzstandard hebt oder substanzielle Mängel beseitigt. Da der Neubau im Glasmacherviertel als Vergleichsmaßstab wirkt, ziehen Häuser der Klassen A bis C spürbar höhere Preise als vergleichbare Bestandsobjekte der Klassen F bis H.
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