Stand: Mai 2026
Immobilien-Marktbericht Düsseldorf Q3 2026 – Preise, Trends & Prognose
Kurz erklärt
Der Düsseldorfer Immobilienmarkt wächst im Q3 2026 weiter: +2,1 % bei Eigentumswohnungen und +1,9 % bei Einfamilienhäusern gegenüber Q2. Teuerste Lagen bleiben Oberkassel (Ø 8.630 €/m²), Carlstadt (Ø 8.190 €/m²) und Kaiserswerth (Ø 7.910 €/m²). Die mediane Vermarktungsdauer sinkt auf 35 Tage. Stand: Oktober 2026.
Preisentwicklung Q3 2026 – ruhiges, stetiges Wachstum
Das dritte Quartal 2026 verlängert den Aufwärtstrend, allerdings mit leicht abnehmender Dynamik: +2,1 % bei Wohnungen und +1,9 % bei Häusern gegenüber Q2. Im Jahresvergleich liegt der Gesamtmarkt bei +5,1 bis +5,6 %. Die im September erfolgte EZB-Zinssenkung hat die Konditionen für 10-jährige Hypotheken auf 2,7–3,0 % gedrückt und die Kaufkraft der Nachfrager spürbar erhöht.
Im Premium-Segment ab 1,5 Mio. € liegt der Jahreszuwachs unverändert bei +6,8 bis +8,4 %. Auffällig ist die zunehmende Spreizung: Objekte mit Energieklasse A–C und gepflegtem Zustand erzielen Aufschläge, während unsanierte Bestände der Klassen E–H erstmals seit vier Quartalen auch nominal nachgeben.
Transaktionen – Sommerdelle bleibt aus
Statt der üblichen Sommerpause verzeichnet Düsseldorf im Q3 2026 rund 2.710 notarielle Beurkundungen (Q3 2025: 2.340, Q2 2026: 2.640). Das entspricht +15,8 % YoY. Verantwortlich sind vorgezogene Finanzierungs- abschlüsse vor der erwarteten Zinsstabilisierung sowie ein Nachholeffekt bei Eigennutzern.
Im Premiumsegment ab 1,5 Mio. € wurden 91 Transaktionen registriert (Q2 2026: 84). Der Off-Market-Anteil steigt auf 48 % – Verkäufer in Oberkassel, Kaiserswerth und Hubbelrath vermarkten zunehmend diskret über vorgemerkte Käuferlisten.
Vermarktungsdauer sinkt auf 35 Tage
Der Median liegt im Q3 2026 bei 35 Tagen (Q2: 38, Q3 2025: 61). Premium- Objekte wechseln nach im Schnitt 21 Tagen den Eigentümer, Top-Premium ab 2,5 Mio. € häufig in unter zwei Wochen. Ausschlaggebend ist der Angebotspreis der ersten Woche: Objekte, die nachträglich reduziert werden mussten, brauchten im Schnitt 79 Tage.
Am langen Ende bleiben energetisch unsanierte Mehrfamilienhäuser und Bestands-ETWs ohne Balkon oder Aufzug mit weiterhin 80+ Tagen.
Mietmarkt – 17,40 €/m² und 0,5 % Leerstand
Die Neuvertragsmieten steigen im Q3 2026 auf 17,40 €/m² nettokalt (+7,6 % YoY). In Oberkassel, Carlstadt und Pempelfort werden 23–29 €/m² aufgerufen. Die Leerstandsquote sinkt auf 0,5 % – der niedrigste je erfasste Wert für Düsseldorf.
Für Eigentümer bedeutet das zwei Dinge: Vermietete Objekte sind für Kapitalanleger so attraktiv wie seit 2019 nicht mehr (Bruttorendite 3,3–4,6 %), und immer mehr Mieter wechseln in den Kauf, weil die Annuität unter der Vergleichsmiete liegt.
Energieeffizienz – der Aufschlag verfestigt sich
Der Preisunterschied zwischen Klasse A–B und E–F liegt im Q3 2026 bei +15 bis +19 %. Klasse-H-Objekte werden mit −19 bis −23 % gehandelt. Der Effekt ist damit gegenüber Q2 nochmals gewachsen und wirkt inzwischen preisbildend stärker als das Baujahr.
Praktische Empfehlung für Verkäufer: Vor der Vermarktung prüfen lassen, welche Einzelmaßnahme die Effizienzklasse um eine Stufe hebt. In unseren Q3-Fällen lag die Refinanzierungsquote solcher gezielten Maßnahmen bei 85–100 %.
Prognose Q4 2026 und Ausblick 2027
Für Q4 2026 erwarten wir +1,5 bis +2,2 % Preiswachstum. Saisonal ist Oktober der stärkste Monat, ab Mitte Dezember bricht die Nachfrage traditionell ein. Wer 2026 noch beurkunden will, sollte spätestens Anfang November in die Vermarktung gehen.
Für 2027 rechnen wir mit einer Fortsetzung im Bereich +4 bis +6 % p. a., getragen von Mietdruck und knappem Neubau (Prognose 2027: rund 2.050 Fertigstellungen bei einem Bedarf von 4.500). Risiko bleibt eine Verschärfung der GEG-Sanierungspflichten, die den Abschlag für ineffiziente Objekte weiter vergrößern würde.
Übersicht
| Stadtteil | Ø Wohnung €/m² | Ø Haus €/m² | YoY | Ø Tage am Markt |
|---|---|---|---|---|
| Oberkassel | 8.630 | 12.050 | +4,6 % | 20 |
| Carlstadt | 8.190 | 10.940 | +4,0 % | 24 |
| Kaiserswerth | 7.910 | 10.720 | +5,0 % | 28 |
| Niederkassel | 7.250 | 10.260 | +4,3 % | 27 |
| Stockum | 7.040 | 8.950 | +4,6 % | 32 |
| Grafenberg | 6.610 | 9.340 | +4,9 % | 34 |
| Pempelfort | 6.510 | 8.790 | +3,7 % | 33 |
| Golzheim | 6.280 | 8.470 | +3,4 % | 35 |
| Lörick | 6.220 | 7.780 | +5,4 % | 38 |
| Düsseltal | 5.980 | 8.180 | +3,8 % | 37 |
| Bilk | 5.540 | 7.740 | +3,3 % | 41 |
| Flingern-Nord | 5.370 | 7.360 | +3,6 % | 39 |
Quelle: Eigene Next-Concept-Verkaufsstatistik Q3 2026 (Juli–September) + Grundstücksmarktbericht Düsseldorf 2025/2026 (Gutachterausschuss).
Weiterführende Themen
Häufige Fragen
Wie stark sind die Immobilienpreise in Düsseldorf in Q3 2026 gestiegen?▼
Eigentumswohnungen +2,1 % und Einfamilienhäuser +1,9 % gegenüber Q2 2026. Im Jahresvergleich liegt der Markt bei +5,1 bis +5,6 %, im Premium-Segment ab 1,5 Mio. € bei +6,8 bis +8,4 %.
Welcher Stadtteil in Düsseldorf ist Q3 2026 am teuersten?▼
Oberkassel mit Ø 8.630 €/m² für Wohnungen und 12.050 €/m² für Häuser, gefolgt von Carlstadt (8.190 €/m²) und Kaiserswerth (7.910 €/m²). Villen mit Rheinblick erreichen 15.000 bis 28.000 €/m².
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf in Düsseldorf aktuell?▼
Der Median liegt in Q3 2026 bei 35 Tagen. Premium-Objekte verkaufen sich in rund 21 Tagen, unsanierte Bestände der Klassen E bis H benötigen weiterhin 80 Tage und mehr.
Wie hoch sind die Mieten in Düsseldorf Q3 2026?▼
Die mittlere Neuvertragsmiete liegt bei 17,40 €/m² nettokalt (+7,6 % YoY), in Premiumlagen bei 23 bis 29 €/m². Die Leerstandsquote ist auf 0,5 % gefallen – der niedrigste je erfasste Wert.
Wie wirkt sich die Energieklasse auf den Preis aus?▼
Klasse A–B erzielt +15 bis +19 % gegenüber E–F. Klasse H wird mit −19 bis −23 % gehandelt. Gezielte Einzelmaßnahmen vor dem Verkauf refinanzierten sich in unseren Q3-Fällen zu 85 bis 100 %.
Wie ist die Prognose für Q4 2026?▼
Wir erwarten +1,5 bis +2,2 % Preiswachstum. Oktober ist saisonal der stärkste Monat; ab Mitte Dezember bricht die Nachfrage ein. Wer 2026 noch beurkunden möchte, sollte spätestens Anfang November starten.
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